Versteckspiele mit dem Zucker

Zucker schadet den Zähnen - das ist bekannt. Weniger geläufig ist, dass wir Zähnen und Körper oft viel mehr Zucker zufügen, als wir glauben.

Die beste Strategie dagegen: Klug einkaufen und selber kochen!

Zucker ist süss und macht uns glücklich - und er gibt Lebensmitteln einen volleren Geschmack. Zucker finden wir leider auch dort, wo wir ihn nicht vermuten: in einem Esslöffel Ketchup steckt ein Teelöffel Zucker! Ein 180-Gramm-Becher Fruchtjoghurt enthält sieben bis acht Würfelzucker. Sogar was wir als natürlich und gesund einstufen, kann vor Zucker strotzen: ein halber Liter Apfelsaft beinhaltet 14 Würfelzucker!

Wir essen meist viel mehr Zucker, als uns gut tut. Damit schaden wir nicht nur unseren Zähnen, sondern riskieren auch Übergewicht mit Folgeschäden wie Diabetes oder Kreislauferkrankungen.

Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt, nicht mehr als 5% der täglich benötigten Energiemenge mit Zucker zu decken. Dazu zählt sie Zucker, der in Lebensmitteln und Getränken zugesetzt wird, aber auch Zucker in Honig, Sirup oder Fruchtsaft.

Es ist nicht einfach, diese Empfehlung einzuhalten: bei erwachsenen Personen, die tagsüber viel sitzen, entsprechen die 5% 25 Gramm Zucker - so viel finden wir bereits in 2 dl Orangensaft.

Den meisten Zucker nehmen wir über fertige Lebensmittel zu uns. Für Fertigprodukte ist er ein idealer Füllstoff. Er ist billig und verstärkt den Geschmack. Die meisten Hersteller schreiben heute auf die Verpackung, wie viel Zucker in 100 g ihres Produkts steckt. Einige Produzenten umschreiben das Wort Zucker durch Unterkategorien wie Saccharose, Glukose, Fruktose oder Laktose. Zucker lässt sich auch anders tarnen: Zutaten wie Ahorn- oder Agavensirup, Honig, Apfelsaftkonzentrat, Maltodextrin, Inulin oder Dicksaft bestehen grösstenteils aus Zucker.

Zuckerkonsum drosseln - einige Tipps:

Wasser ist der beste Durstlöscher - aus dem Hahn ist es gratis, zudem gesund und zuckerfrei. Anders sieht es bei Tafelgetränken aus: ein halber Liter Cola enthält 13 Würfelzucker, auf 5 dl Eistee kommen 7,5 Würfelzucker. Gleichviel enthalten ein halber Liter Apfelschorle oder 3,3 dl O-Saft.

Tiefkühlpizzen, Salat- oder Tomatensauce, Fleischerzeugnisse - sogar Pommes Chips und andere Fertigprodukte, die salzig schmecken, beinhalten Zucker! Fixfertig zubereitete Nahrungsmittel enthalten fast immer Zucker als günstiger Geschmacksverstärker. Wer selber kocht, setzt auf frische und hat die Zutaten im Griff.

Mit Müesli und Cerealien gesund in den Tag starten - ein weitverbreiteter Irrtum: viele Frühstücksflocken sind wahre Zuckerbomben, sie enthalten bis zu 50% Zucker! Wirklich gesunde Müesli sollte man sich selber mischen: zum Beispiel mit Haferflocken, Kernen und Nüssen. Kombiniert mit Naturjoghurt und Früchten ergibt das ein optimales Frühstück!

Skizze des Präventionszentrums

Texte und Inhalte sind mit Copyright belegt. Copyright liegt vollumfänglich bei den Linthpraxen GmbH

Fotos: Samuel Trümpy fotography, Glarus, www.samueltruempy.ch

WEBDESIGN: Wix.com

 

Haftung für Dritte und Weblinks wird ausdrücklich keine übernommen, weder für Inhalte noch Funktionsweisen.

  • facebook-square
  • rss-square
  • google-plus-square